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11. bis 15. April 2016 in Blaubeuren

Mehr Demografie wagen –
Wie Lokalredaktionen ein sperriges Thema spannend machen

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Modellseminar für Lokaljournalisten und -journalistinnen von Tageszeitungen


Gespenstischer Leerstand statt lebendiger Innenstädte, quietschende Rollatoren statt hellem Kinderlachen. Sind das die Resultate des demografischen Wandels? Wird Deutschland gar wieder ein geteiltes Land sein? Blüteregionen auf der einen, Abstiegsregionen auf der anderen Seite? Fakt ist, unsere Gesellschaft verändert sich gravierend in allen Bereichen. Das ist schon jetzt spürbar. Wer wird künftig die Pflege der Senioren übernehmen? Können sich ländliche Kommunen noch das Komplettangebot an Schulen leisten? Und wenn nicht, wie wollen sie als Orte attraktiv für Familien bleiben? Gleichgültig, ob in den Sozialsystemen, auf dem Arbeitsmarkt oder in der Wirtschaft – wir stehen vor großen Herausforderungen und vor großen Chancen.

Zum Beispiel für Frauen, deren Berufs- und Karriereperspektiven sich in einem noch nie dagewesenen Maße verbessern könnten. Möglichkeiten bieten sich auch durch neue Dienstleistungen und Weiterbildungsangebote für ein aktives Leben im Alter. Und nicht zuletzt durch die Flüchtlinge. Viele von ihnen sind jung und bringen eine hohe Motivation mit, sich einzusetzen. Es ist auch Aufgabe und Chance der Lokalzeitungen, den demografischen Wandel, die abstrakten Prozesse dahinter zu begreifen und begreiflich zu machen, ihnen ein Gesicht zu geben und sie erfahrbar zu machen. Dabei wird sich die Lokalzeitung selbst verändern, sich neuen Themen und einer veränderten Mediennutzung stellen müssen. Im Modellseminar werden Konzepte und Rezepte erarbeitet, wie Lokalredaktionen offensiv auf allen medialen Kanälen die Entwicklung mitgestalten können.

Hier gibt es den Reader als PDF.

Hier gibt es den Flyer als PDF.

Arbeitsgruppen

AG 1: Fuck you, Demografie
Mit neuen Perspektiven die Leser erreichen


Der demografische Wandel geht uns zwar alle an, doch interessiert er deshalb noch längst nicht alle. Die Frage, die sich stellt, ist also: Wie lässt er sich spannend erzählen? Welche Aspekte, neben immer mehr Pflegebedürftigen, immer weniger Kindern und verödenden Innenstädten, bieten sich an, damit der eigenen Berichterstattung Aufmerksamkeit geschenkt wird? Die Arbeitsgruppe geht auf die Suche nach neuen Themen und Perspektiven. Am Ende soll ein Ideen-Handbuch für den Redaktionsalltag stehen.


AG 2: Was denn nun: Text, Bild, Facebook oder WhatsApp?
Für jede Berichterstattung den passenden Kanal finden


Stell Dir vor, Deine Geschichte zum demografischen Wandel ist toll geschrieben und keiner liest sie. Welcher Kanal sorgt dafür, dass sie möglichst viele Menschen erreicht? Wann lohnt es sich, eine Geschichte nur in Bildern zu erzählen und wann muss ich zum Beispiel meinen WhatsApp- oder Facebookkanal einschalten? Und wie nähert sich ein Teenager dem Thema und wie ein Best Ager? Die Arbeitsgruppe taucht ein in die digitale Erzählwelt, testet passende und alltagstaugliche Tools und gibt den Lokalredaktionen Tipps an die Hand, welcher Kanal wann der richtige ist.

AG 3: Der Lokaljournalist – Muss er zum Tausendfüßler werden?
Wie können die Anforderungen an den Beruf erfüllt werden?


Lokaljournalisten müssen damit umgehen, dass die Abozahlen der Zeitungen abnehmen. Trotzdem können sie die Reichweite erhöhen, wenn sie die Leseinteressen der Alten wie Jungen bedienen. Hinzu kommt, dass sie sich in einem permanenten Dialog mit Lesern und Usern befinden, die – altersunabhängig – ihre Meinung über die sozialen Medien verbreiten. Was soll der Lokaljournalist eigentlich alles sein? Antwortgeber? Geschichtenschreiber? Aufklärer? Moderator? Meinungsmacher? Die Gruppe findet heraus, welche Aufgaben und Rollen Lokaljournalisten heute haben und wie man diesen in der Praxis gerecht werden kann.

AG 4: Herdplatte Integration – Kann man sich nur verbrennen?
Der richtige Umgang mit dem Thema


Entweder soll es „auf die Fresse geben“ oder man ist dann doch gleich Teil „des Packs“. Wenn es um Zuwanderung und Integration geht, sind Lokaljournalisten nicht selten heftigen Anfeindungen ausgesetzt. Dennoch gilt es, darüber zu berichten. Immerhin ist es eines der wichtigsten Themen derzeit, auch im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel. So könnten die Flüchtlinge das mitbringen, was wir brauchen: Nachwuchs mit Energie und Tatendrang. Die Frage ist nur: Wie geht man mit dem Thema richtig um? Und wie politisch soll und darf die Lokalzeitung sein? Die Arbeitsgruppe findet Antworten.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung / bpbFachbereich Multimedia / Journalistenprogramm Fachbereich Multimedia / Journalistenprogramm
und deren Projektteam Lokaljournalisten (PLJ)


Seminarleitung
Petra Waschescio, Oranienburger Generalanzeiger
Marc Rath, Volksstimme, Magdeburg

Arbeitsgruppenleitung
Kerstin Loehr, Wolfsburger Nachrichten
Lars Reckermann, Schwäbische Post, Aalen
Stefan Aschauer-Hundt, Süderländer Tageblatt, Plettenberg
Harald Klipp, Ostholsteiner Anzeiger, Eutin

Dokumentation
Michael Bechtel, Freier Journalist, Bonn

Zielgruppe
Das Modellseminar richtet sich vor allem an Lokalredakteurinnen und Lokalredakteure sowie feste freie Journalistinnen und Journalisten von Tageszeitungen.

Konzept
Dieses Seminar der Bundeszentrale für politische Bildung/ bpb ist als Modellseminar konzipiert. In fünf Tagen hören die Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten Vorträge, diskutieren mit Experten und bringen eigene Erfahrungen aus der Tageszeitung ein. In den Arbeitsgruppen erarbeiten sie praxisnahe Konzepte. Die Modellseminare sind ein wichtiger Bestandteil des Lokaljournalistenprogramms der bpb.


Kosten
Die Seminargebühr beträgt im Normalpreis 140 Euro und für drehscheibe-Abonnenten 110 Euro. Sie ist am Anreisetag zu bezahlen. Die Verpflegungs- und Übernachtungskosten übernimmt der Veranstalter. Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Tagungsort
Tagungszentrum Blaubeuren
Hessenhöfe 33
89143 Blaubeuren
Tel +49 (0)7344 95299-200
Fax +49 (0)7172 18392-22
info@tagungszentrum-blaubeuren.de
www.tagungszentrum-blaubeuren.de


Tagungsorganisation
Alexandra Richrath
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
FBE – Multimedia / Journalistenprogramm
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 99515-547
Fax +49 (0)228 99515-498
alexandra.richrath@bpb.de

Live-Blog
Ann-Kristin Schöne
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
FBE – Multimedia / Journalistenprogramm
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 99515-207
Fax +49 (0)228 99515-498
ann-kristin.schoene@bpb.de


Noch Fragen zum Seminarinhalt?
Berthold L. Flöper
floeper@bpb.de
www.bpb.de/lokaljournalistenprogramm
www.drehscheibe.org

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