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Wenn es um die künftige Finanzierung des (Lokal-)Journalismus geht, ruhen die Hoffnungen auf mobilen Lesegeräten, allen voran das iPad. Nachdem überregionale Magazine wie der Spiegel Apps für das iPad anbieten, ziehen nun auch erste Regionalverlage nach. Zum Beispiel die Heilbronner Stimme. Seit dem 13. Juli bietet der Verlag die iStimme an, eine App für das iPad. Die drehscheibe sprach mit Stefanie Müller, Assistentin der Verlags-Geschäftsführung, darüber, wie die iStimme aussieht, welche Funktionalitäten geliefert werden und die die App bei den Nutzern ankommt.

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"Es ist spannend, mit dem iPad zu experimentieren"

Stefanie Müller ist Assistentin der Verlags-Geschäftsführung bei der Heilbronner Stimme .


"Zeitungsarbeit transparent machen"

Die Heilbronner Stimme gibt es jetzt unter dem Namen iStimme auch als App für das iPad. Wie sieht diese App aus?
Die iStimme ist die digitale Tageszeitung speziell abgestimmt auf das iPad. Das bedeutet, dass die Nutzer ein genaues Abbild der Printausgabe erhalten. Die Titelseite der iStimme sieht zum Beispiel genauso aus wie die der Heilbronner Stimme. Im Grunde funktioniert die iStimme also wie das E-Paper, nur die Funktionalitäten sind auf das iPad abgestimmt.



Was bedeutet das konkret?
Derzeit deckt die iStimme lediglich die Grundfunktionen ab. Das heißt, die Nutzer können Bilder anklicken und vergrößern, mit zwei Fingern in die Seiten zoomen oder mit einem Doppelklick einzelne Artikel öffnen. Aber bei der bisherigen Version wird es natürlich nicht bleiben. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, multimediale Inhalte einzubinden.



Welche Funktionen sind denn geplant?
Als nächstes steht die Integration von multimedialen Features wie Bildergalerien und Videos an. Wenn Nutzer zum Beispiel ein Bild anklicken, sollen sie ein Video oder eine Bildergalerie angeboten bekommen. Außerdem wird an Funktionen wie die Auswahl unserer Lokalausgaben, den Onlinezugriff auf Umfragen und die Verlinkung von URL-Adressen auf Websites gearbeitet. Darüber hinaus haben wir viele weitere Ideen, die noch nicht spruchreif sind und die wir derzeit noch auf Umsetzbarkeit prüfen. Es ist aber spannend, mit einem neuen Medium experimentieren zu können und auszuprobieren, was alles möglich ist.


 
Haben Sie bereits erste Rückmeldungen von interessierten Nutzern?
Ja, die Resonanz ist großartig. Wir sind überrascht, dass wir bereits in der ersten Woche rund 400 Downloads verzeichnen konnten. Mit soviel hatten wir nicht gerechnet. Ebenfalls überrascht hat uns, dass die Nutzer die iStimme weltweit interessiert – in den USA und Australien genauso wie in Asien. Außerdem haben sich bereits viele interessierte Nutzer bei uns gemeldet und von ihren ersten Erfahrungen berichtet. Dabei haben wir einige spannende Tipps für die Weiterentwicklung unserer iStimme erhalten.

 

Ist die iStimme kostenpflichtig?
Bis zum 15. August nicht. Im ersten Monat nach der Einführung sollen die Nutzer das Angebot kostenlos testen können. Danach wird die App 4,99 Euro kosten für Leser, die bereits über ein Printabo verfügen, und 9,99 Euro für alle anderen.



Was versprechen Sie sich von der App?
Mit der iStimme sprechen wir die mobile Zielgruppe an – und das immer und überall. Außerdem wollen wir vor allem auch die jungen Leser besser erreichen.

Interview: Katrin Matthes

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