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Nummer 10/2013

Schnell im Bilde

 

Mit dem Dienst Pixlr lassen sich Fotografien einfach und direkt im Browser bearbeiten. Ein kostenloses und hilfreiches Tool, nicht nur für Online-Journalisten.

Steffen Büffel berät Verlage und Redaktionen in den Bereichen Workflow, Crossmedia, Social Media und Online-Strategien


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Photoshop und Lightroom gehören zu den Standardwerkzeugen von Profi-Fotografen und von all denjenigen, die mit anspruchsvoller Bildbearbeitung zu tun haben. Aber neben einer schier unendlichen Funktionspalette, die für die Anwendung im journalistischen Alltag schon zu viel des Guten ist, sind diese Werkzeuge in der Anschaffung teuer. Dass es kostenlos und auch ganz unkompliziert ohne Installation einer Software geht, beweist der Dienst Pixlr.

Was ist Pixlr?

Pixlr ist eine Online-Plattform, auf der das Bearbeiten von Bildern direkt im Browser möglich ist. Man kann dabei ohne vorherige Registrierung loslegen. Durch das Einrichten eines eigenen und kostenlosen Accounts bieten sich dem Nutzer aber nützliche Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel die Möglichkeit, eigene Fotos und Vorlagen abzuspeichern. Die Benutzeroberfläche von Pixlr ist in deutscher Sprache verfügbar.

Wie funktioniert der Dienst?  

Um Pixlr anzuwenden, muss lediglich ein Foto in den Editor geladen werden. Dies kann entweder durch die Eingabe einer URL geschehen oder durch die Auswahl eines Fotos, das auf dem Computer abgelegt wurde. Darüber hinaus kann ein leeres Foto angelegt und ähnlich wie in den Profitools anschließend eine Collage erstellt werden. Wer Photoshop oder die kostenlose Software Gimp schon einmal verwendet hat, wird sich schnell in Pixlr zurechtfinden. Denn die Bedienelemente, Werkzeuge und Funktionspaletten ähneln den etablierten Bildbearbeitungswerkzeugen. Standards wie Größenveränderungen, Zuschneiden und Text einfügen sind selbstverständlich. Aber auch die Arbeit mit Ebenen und das Zwischenspeichern der Arbeitsschritte in einer Historie gehören zum Angebot von Pixlr. Sehr nützlich sind weitere Funktionen und umfangreiche Filter, etwa zum Freistellen, zum Entfernen roter Augen, zur Veränderung der Bildschärfe oder der Verbesserung von Farbwerten, Kontrast und Helligkeit. Fertig bearbeitete Fotos können in unterschiedlichen Formaten exportiert werden. Neben den Webformaten JPG und PNG sind BMP und Tiff möglich, die wiederum für die Weiterverwendung in Print geeignet sind.

Welche Zusatzfunktionen bietet Pixlr?

Neben dem vollwertigen Pixlr-Editor bietet der Hersteller weitere Varianten des Dienstes an. Pixlr-Express ist eine im Funktionsumfang auf rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten und automatische Filter ausgelegte Ausgabe, die vor allem nützlich ist, wenn es schnell gehen soll. Die Bedienung ist vereinfacht und auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgelegt. Die Pixlr-o-Matic genannte Ausgabe ist dagegen sehr verspielt und zusammen mit der passenden App für mobile Endgeräte vergleichbar mit Diensten wie Instagram, bei denen es um das einfache und schnelle Verfremden von aufgenommenen Fotos geht. Gerade für Online-Journalisten sind die verfügbaren Browser-Erweiterungen namens Pixlr-Grabber für Firefox oder Google Chrome von Nutzen. Damit lassen sich Screenshots direkt im Browser erstellen und zur weiteren Bearbeitung in den Pixlr-Editor übertragen.Durch die nahtlose Integration können sich Anwender auf die Bearbeitung konzentrieren und müssen nicht umständlich zwischen Anwendungen hin und her wechseln.

Welche Alternativen gibt es?

Neben Pixlr gibt es eine Reihe weiterer webbasierter Bildbearbeitungsdienste. Hinsichtlich Funktionsumfang und einfacher Bedienbarkeit gehören Flauntr und die Express-Variante von Photoshop zu den leistungsstärksten Diensten: Sie können beide ebenfalls im Browser genutzt werden. Wer lieber offline mit einer installierten Software arbeitet, der findet in der kostenlosen Bildbearbeitungssoftware Gimp eine interessante Alternative zu Photoshop und Co.

Fazit

Browserbasierte und kostenlos nutzbare Bildbearbeitungswerkzeuge wie Pixlr stehen den Profiwerkzeugen kaum in etwas nach, wenn es um die Bearbeitungsfunktionen geht, die im redaktionellen Alltag am häufigsten vorkommen. Pixlr ist einfach in der Bedienung und ermöglicht durch seine unterschiedlichen Varianten aufgabenspezifische Lösungen. Die Variante Pixlr-o-Matic ist dabei unter Umständen etwas zu verspielt für die Verwendung in der journalistischen Arbeit. Ein Blick auf die Express-Variante lohnt sich hingegen, vor allem auch ein Blick auf die dazu gehörige App.

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