drehscheibe.org > Das Heft > Internetwerkstatt > Internetwerkstatt: Geschichten auf der Landkarte

Nummer 11/2012

Geschichten auf der Landkarte

 

Mithilfe von GPS-Daten können Redaktionen Fotoreportagen auf virtuelle Karten bringen – eine digitale Wegbeschreibung als Route zum Nacherleben. 

 

tl_files/drehscheibe/Heft/Internetwerkstatt/steffen_bueffel_portraet.jpg

Steffen Büffel berät Verlage und Redaktionen in den Bereichen Workflow, Crossmedia, Social Media und Online-Strategien


E-MAIL:

steffen.bueffel@media-ocean.de

INTERNET:

www.media-ocean.de

 

 

Um was es geht

Beim Fotografieren mit Digitalkameras werden nicht nur die eigentlichen Fotos gespeichert. In den sogenannten Exif-Informationen einer Bilddatei werden unter anderem auch Kameraeinstellungen, Datum und Uhrzeit hinterlegt. Smartphones und Digitalkameras mit integriertem GPS-Modul zeichnen zusätzlich die exakten Geo-Positionsdaten des Ortes auf, an denen die Fotos entstanden sind. Mithilfe dieser Koordinaten lässt sich jede Bilderstrecke zur interaktiven Fototour ausbauen.

Was Sie brauchen 

Um die Geo-Daten der Fotos auf eine virtuelle Landkarte zu bringen, wird eine Software benötigt, die entweder automatisch vorhandene Ortsinformationen auslesen kann oder die nachträgliche Eingabe von Hand gestattet. Beides leistet die kostenlose und in deutscher Sprache erhältliche Software Geosetter. Liegen keine Geo-Daten vor, kann mithilfe des in Geosetter integrierten Kartenmaterials jedem Foto eine Ortsmarke hinzugefügt werden. Nachteil: Die manuelle Eingabe ist zeitintensiv und weniger präzise.

In vielen Redaktionen dürfte die Ausstattung so aussehen, dass zwar digitale Kameras vorhanden sind, in der Regel aber wohl ohne eigenes GPS-Modul. In solchen Fällen kann man sich mit einem GPS-fähigen Smartphone behelfen. Für iPhones und Android-Geräte gibt es nämlich sogenannte GPS-Tracker, die exakt die gelaufene oder gefahrene Route aufzeichnen können.

Die Bedienung ist ähnlich einfach wie bei einem Videorekorder und Mitschnitte lassen sich später bequem per E-Mail exportieren und in Geosetter einlesen. Um die gemachten Fotos und die gleichzeitig aufgezeichnete Wegstrecke exakt zusammenzubringen, ist es entscheidend, vorab Datum und vor allem die Uhrzeit an beiden Geräten abzugleichen.

Sind Fotos und Geo-Koordinaten wie gewünscht in der Software zusammengebracht, kann beides zur Kartendarstellung zum Beispiel in Google Maps oder Google Earth exportiert werden. Die nicht nur bei Autofahrern, sondern auch bei (Rad-)Wanderern inzwischen sehr beliebten GPS-Routenplaner können die exportierten Touren in aller Regel laden, so ermöglichen sie es, dass die Nutzer die GPS-Fototour der Redaktion nacherleben können.

Ideen 

Themenideen und mögliche Szenarien für die Verwendung von GPS-Touren liegen auf der Hand: Wander-, Rad- und Autotouren durch das Verbreitungsgebiet bieten sich an. Von der regionalen Sightseeing-Tour für Touristen über Städterallyes für Schulklassen bis hin zu historischen oder botanischen Entdeckungsreisen durch die Heimatregion ist vieles denkbar.

Download-Links

1 Geosetter für Windows: www.geosetter.de

2 GPS-Tracker für Smartphones

für iPhone: „MyTracks”:

www.mytracks4mac.com

für Android: „MyTracks von Google”:

www.google.com/mobile/mytracks/


Kommentar